5 Tipps, wenn die Ukraine, Irak, Syrien ins Altenheim und in die Wohnzimmer übergreifen …

Viele alte Menschen sind beunruhigt, wenn sie im Fernseher Bilder von den Kriegsschauplätzen in der Ukraine und dem Nahen Osten sehen. Manchmal reicht es, wenn in WDR 4 oder anderen Radionachrichten Sätze von den kriegerischen Auseinandersetzungen berichten. Die Reaktionen sind Erstarren oder Unruhe, manchmal Schrecken, häufig Angst, dass es Krieg gibt, dass „die Russen kommen“ usw.

Schon für jüngere sind viele solcher Informationen oder Bilder schwer erträglich. Doch für Menschen der Kriegsgeneration ist die Wirkung ungleich höher. Zwei von drei Menschen, die über 70 Jahre alt sind, haben im Krieg oder in der unmittelbaren Nachkriegszeit traumatische Erfahrungen gemacht: Todesangst, Luftschutzbunker, Verschüttungen, Vergewaltigungen, Flucht usw. Das ist in ihnen „gespeichert“ und wird wieder lebendig, wenn es Auslöser („Trigger“) gibt. Solche Auslöser können die erwähnten Radio- und Fernsehnachrichten sein. Dann „erinnern“ sich die traumatisierten Menschen nicht an den früher erlebten Schrecken, sondern die damit verbundenen Gefühle und körperlichen Reaktionen werden wieder lebendig.

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Warum dieser Blog?

 Warum dieser Blog?

 Weil viel dafür getan werden muss, dass alte Menschen und diejenigen, die sie unterstützen, gewürdigt werden. Alte Menschen brauchen eine würdigende Pflege und würdigende Begleitung. Das wird kaum noch jemand bestreiten. Doch wie  Hilfe in der Pflege, Sozialpädagogik, ehrenamtlicher Begleitung usw. erfolgen sollte, dazu gibt es viele offene Fragen, dazu brauchen professionelle und ehrenamtliche Begleiter/innen Unterstützung und Knowhow. Dazu will dieser Blog beitragen.

Dieser Blog ist ein Baer-Blog, das heißt, ich, Udo Baer, übernehme die Verantwortung und die Redaktion und werde hier regelmäßig Beiträge veröffentlichen. Und er ist ein Blog, eine Stimme anderer Kolleg/innen, die einen würdigenden Ansatz der Altenhilfe vertreten. Wir werden hier ca. jede Woche einen Beitrag veröffentlichen und alle früheren Beiträge unter den Kategorien zur Verfügung stellen. Die Form reicht von Kommentaren oder nützlichen Methoden oder Hintergrundanalysen bis zu Literaturtipps und Buchauszügen.

Alle, die für eine würdigende Begleitung alter Menschen eintreten, sind aufgefordert, an der Internetseite mitzuarbeiten. Fragen, Themenwünsche, eigene Beiträge, Rezensionen, Informationen … – alles ist willkommen. Ihre Beiträge können mit vollem Namen, mit Kürzel oder anonym veröffentlicht werden, wie Sie es wünschen.

Senden Sie diese an info@alter-und-wuerde.de.

 

 

 

 

Alter und Trauma

Das Modellprojekt „Alter und Trauma“ erprobt im Auftrag des Stiftung Wohlfahrtspflege des Landes NRW Wege, traumatisierte alte Menschen zu erreichen und zu unterstützen. Ein Teilergebnis des Projektes ist die Webseite www.alterundtrauma.de, auf der Sie sich informieren können. Als Betroffene/r, als Angehörige/r, als Fachkraft. Selbstverständlich veröffentlichen wir  hier auch eigene Beiträge.