Gewaltprävention in sozialen Institutionen: 2.Text: Die Haltung

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Jedes Gewaltpräventionskonzept beruht auf einer Haltung und diese fußt auf einem Menschenbild. Das Menschenbild sollte auf der Achtung der Würde aller Menschen gründen. Der Schutz der Würde ist ein Menschenrecht. Er gilt für alle Menschen, egal wo sie herkommen und wie sie sind. Diese Grundhaltung verpflichtet alle Mitarbeiter/innen und Bewohner/innen oder andere Klient/innen, sich gegen Gewalt zu wenden und ihr vorzubeugen. Gewalt entwürdigt.

Unter Gewalt wird die Anwendung von physischen und seelischen Mitteln verstanden, um Handlungen oder Unterlassungen anderer Menschen gegen ihren Willen zu erzwingen, sofern sie nicht der Notwehr und Schutzbedürfnissen entspringen. Gewalt seitens der Mitarbeiter/innen ist ebenso unzulässig wie Gewalt gegen Mitarbeiter/innen und gegen andere Menschen, die in der Einrichtung betreut werden.

Viele Einrichtungen sind in Bereichen tätig, in denen Bewohner/innen oder andere Klient/innen selbst Gewalt erfahren haben und in einem Milieu lebten, das von Gewalt geprägt wurde. Deswegen braucht es besonderer Aufmerksamkeit und Sensibilität gegenüber Gewalt und besondere Bemühungen zur Prävention. Diese muss von allen gelebt werden.

Es darf hinsichtlich Gewalttätigkeiten und Ansätzen zur Gewalt kein Schweigen und keine Tabus geben. Niemand darf mit Gewalterfahrungen allein gelassen werden, jede und jeder braucht Schutz und Unterstützung.

Gewaltprävention in sozialen Institutionen: 1.Text: Warum ein Gewaltpräventionskonzept notwendig ist

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Für viele Institutionen ist die Erstellung von Konzepten zur Gewaltprävention und damit zur Verhinderung und Vorbeugung von traumatischen Erfahrungen vorgeschrieben. Andere machen dies freiwillig. Ein solches Konzept ist notwendig, um die Mitarbeiter/innen und ebenso das Klientel vor Gewalt und anderen Traumatisierungen zu schützen.

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Das Herz vergisst nicht, Beitrag in der Zeitschrift „Pflegen“ 01/2019, von Michaela Asmuß

 erschienen in der Zeitschrift „Pflegen“ 01/2019

 

Brechen im Alter belastende Erinnerungen wieder hervor, ist das eine Herausforderung für die Pflege. So reagieren Sie richtig.

Viele ältere Menschen haben als Kinder oder Jugendliche die Schrecken des Krieges erlebt: Bomben, Hunger, Flucht waren allgegenwärtig. „Zwei Drittel der Menschen, die den zweiten Weltkrieg erlebt haben, mussten eine oder mehrere traumatische Erfahrungen erleiden“, sagt Dr. Udo Baer, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Gerontopsychiatrie. Viele haben es verdrängt und nie darüber gesprochen. Doch im Alter brechen diese alten Wunden oft wieder auf.

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Agitiertheit, Teil 4: Agitiertheit bei Kriegstraumata

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Zwei Drittel der Menschen, die heute (2019) älter als 72 Jahre sind, haben in der Kriegs- und unmittelbaren Nachkriegszeit traumatische Erfahrungen erleiden müssen. Die Hälfte von ihnen mehrmals. Lange Zeit über viele Jahrzehnte wurden die Folgen solcher traumatischen Erfahrungen versteckt oder ins Unbewusste „weggedrückt“. Doch mit zunehmendem Alter, mit zunehmender Schwäche und Gebrechlichkeit, können solche Trauma-Folgen wieder lebendig werden. Sie zeigen sich häufig in Unruhe und Agitiertheit.

Frau Nissen kann kaum noch laufen, doch sie bewegt sich immer auf und ab. Sie läuft hier- und dorthin mit angestrengter Miene und konzentrierter Starre im Blick. Eine Mitarbeiterin fragt sie: „Wo wollen Sie denn hin?“ Sie schaut auf, hält kurz inne und geht dann weiter. Keine Antwort.

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FRAGEN VON ANGEHÖRIGEN Teil 5 : „Müssen meine traumatisierten Eltern Therapie machen? Oder kann ihnen auch anders geholfen werden?“

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*zuerst erschienen in einem Sondernewsletter des Verbundprojektes „Alter und Trauma – Unerhörtem Raum geben“

Therapie ist nur eine von mehreren Möglichkeiten der Hilfe. Wesentlich ist, dass Ihre Eltern Unterstützung suchen und annehmen. Es ist wichtig, Weiter lesen

FRAGEN VON ANGEHÖRIGEN Teil 4 : „Wie kann ich unterscheiden zwischen Demenz und Traumafolgen?“

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*zuerst erschienen in einem Sondernewsletter des Verbundprojektes „Alter und Trauma – Unerhörtem Raum geben“

Die Unterscheidung ist nicht leicht, denn manche Symptome der Demenz ähneln denen der Traumafolgen. Dazu gehören unter anderem:

  • das Verstört-Sein
  • die Unruhe
  • die Ängste und Verunsicherungen
  • das Vermeidungsverhalten
  • die Scham

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FRAGEN VON ANGEHÖRIGEN Teil 3 : „Meine Frau ist als junges Mädchen im Krieg vergewaltigt worden. Kann ich ihr helfen?“

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*zuerst erschienen in einem Sondernewsletter des Verbundprojektes „Alter und Trauma – Unerhörtem Raum geben“

Schätzungen zufolge haben mindestens 860.000 Frauen im Kontext des zweiten Weltkrieges sexualisierte Gewalt erfahren. Ihre Frau ist also mit dieser Erfahrung nicht allein. Viele haben nie mit ihren Familienangehörigen und Freundinnen darüber sprechen können. „Sexualisierte Gewalt“ ist erst seit den 80er/90er Jahren ein gesellschaftliches Thema – auch die ersten Beratungs- und Anlaufstellen gründeten sich erst in dieser Zeit. Weiter lesen

FRAGEN VON ANGEHÖRIGEN Teil 2: „Manchmal vermute ich, dass meine Mutter Schlimmes durchgemacht hat. Aber bisher hat sie noch nie darüber geredet. Ist es sinnvoll aktiv nachzufragen?“

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*zuerst erschienen in einem Sondernewsletter des Verbundprojektes „Alter und Trauma – Unerhörtem Raum geben“

Vielleicht hat Ihre Mutter Angst, dass es für sie zu viel wird, wenn sie redet. Vielleicht hat sie ihre schlimmen Erfahrungen weggeschlossen und findet den Schlüssel nicht mehr. Vielleicht findet sie keine Worte. Weiter lesen

FRAGEN VON ANGEHÖRIGEN Teil 1: „Woran kann ich erkennen, ob mein Vater, meine Mutter traumatisiert ist, wenn sie nicht darüber sprechen?“

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*zuerst erschienen in einem Sondernewsletter des Verbundprojektes „Alter und Trauma – Unerhörtem Raum geben“

Es kann immer nur Hinweise geben. Ein Trauma ist ein erschütterndes Erlebnis, das als existenziell bedrohlich erlebt wird. Die Folgen sind so vielfältig wie die Menschen, die sie erleben. Hinweise können sein: Weiter lesen

Was mache ich, wenn … ein alter Mensch beim Einschlafen immer eine gepackte Tasche neben sich haben muss?

Viele Menschen haben in ihrer Kindheit oder Jugend in Krieg und Flucht traumatische Erfahrungen gemacht. Sie mussten damals in Kleidungsstücken schlafen, um sofort aufzuspringen und das Nötigste mitzunehmen, wenn der Bombenalarm zu hören war. Deswegen hatten sie beim Einschlafen immer einen kleinen gepackten Koffer oder eine gepackte Tasche neben sich. Sie durfte nicht zu schwer sein, damit sie schnell und leicht tragbar war. Doch sie musste alles Notwendige enthalten. Weiter lesen