Angst und Wirksamkeit (Angst 3)

 

Menschen, die traumatisierende existenzielle Bedrohungen erlebt haben, spürten ein Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit. Ihnen ging das Gefühl, wirksam zu sein, etwas bewirken zu können, verloren. Ihr „Nein“ wurde bei sexueller Gewalt nicht gehört, ihr „Stopp“ konnte die Gewalt nicht beenden, sie waren ohnmächtig gegen Schüsse und Bomben. Wenn Sie und die Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen, mit denen Sie arbeiten, die Bilder und Nachrichten von Paris und anderen Terrorattacken sehen, dann spüren Sie alle Mitgefühl mit den Opfern. Sie identifizieren sich mit ihnen und auch mit deren Angst und deren Gefühl von Wirkungslosigkeit. In der Angst, die mitfühlende Menschen ergreift, ist auch das Gefühl der Wirkungslosigkeit enthalten. Gegenüber der Gewalt des Krieges und des Terrors sind wir wirkungslos.

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Das Recht auf Angst und das große UND (Angst 1)

Seit den Anschlägen von Paris geht das Gespenst der Angst umher. Die Menschen, junge wie alte, haben Angst, dass sich Terroranschläge wiederholen. Viele Aufrufe gibt es, sich von der Angst „nicht unterkriegen“ zu lassen und den Terroristen zu zeigen, dass „wir keine Angst haben“. Doch so einfach ist es nicht. Die Angst ist vorhanden, auch bei alten Menschen, auch bei Angehörigen, auch bei Mitarbeiter/innen und vielen anderen. Ich werde deshalb in einigen Beiträgen auf die Ängste eingehen und Hilfen für den Umgang mit der Angst geben.

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Das Herz wird nicht dement

Tipps für den Umgang mit Gefühlen an Demenz erkrankter Menschen.

 

Das Gedächtnis lässt nach, das Orientierungsvermögen schwächelt. Und auch das Gefühlsleben von Menschen mit Demenz verändert sich, weiß Udo Baer. Ihren Angehörigen fällt es oft schwer, angemessen damit umzugehen

Bitte stellen Sie sich einmal vor: Sie treffen jemanden, wissen genau, dass Sie ihm oder ihr früher schon ein- oder gar mehrmals begegnet sind – aber Sie können sich an den Namen Ihres Gegenübers nicht mehr erinnern. Peinlich, oder?

Die allermeisten, selbst 25- und 30jährige, haben solche Episoden schon erlebt. Immerhin, nach ein paar Tagen ist der Zwischenfall vergessen. Sie sind ja nicht dement!

Anders, wenn sich solche Erlebnisse wiederholen oder gar häufen wie in der ersten Phase einer Demenz-Erkrankung. Die heftigen Gefühle, die das auslöst – Verunsicherung, Angst, Nicht-Wahrhaben-Wollen… – fordern auch die Angehörigen heraus. Angemessen und würdigend zu reagieren gelingt ihnen umso eher, je besser sie über die Demenz-bedingten Gefühlsveränderungen Bescheid wissen.

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Verknüpfungen herstellen

Ein Beitrag aus der Zeitschrift Altenpflege über die Bedeutung der Gefühle für die Gedächtnisförderung.

 

Wissenschaftliche Studien zufolge wirkt sich Gedächtnistraining nur begrenzt auf die Erinnerungsfähigkeit von Menschen mit Demenz aus. Neurobiologische Forschungen lenken den Blick eher auf die Gefühle der Betroffenen und deren Rolle bei den Bewertungsprozessen.

Lesen Sie den ganzen Artikel hier: Verknüpfungen herstellen

 

Quelle: Baer, Udo (2011) Verknüpfungen herstellen. In Altenpflege. Vorsprung durch Wissen. Heft 2. Hannover.

Nicht vom alten Eisen – Männer mit Demenz restaurieren einen alten Traktor

Die große Frage bei der Begleitung von Männern mit Demenzerkrankungen ist: Wie können Pflegende und TherapeutInnen an deren Erfahrungen anknüpfen? Welche Aktivitäten können ihnen angeboten werden, die für sie sinnvoll erscheinen? Kartoffelschälen und Basteln sind für Männer dieser Generation oft fern ihrer Lebenswelt.

In der Nähe von Rosenheim führte Rosemarie Bleil in Kooperation mit dem Institut für Gerontopsychiatrie (IGP) ein Projekt durch, das beispielhaft Anregungen für die Begleitung älterer Männer mit demenziellen Erkrankungen geben kann: das Bulldog-Projekt („Bulldog“ werden in Bayern die Traktoren genannt).

 

Lesen die den ganzen Artikel hier: Nicht vom alten Eisen – Männer mit Demenz restaurieren einen alten Traktor

 

Zu diesem Projekt ist auch eine Dokumentation erschienen. Alle Informationen zur DVD „Vom alten Eisen“ finden Sie hier: DVD „Vom alten Eisen“

DVD

 

Quelle: Baer, Udo (2014) Nicht vom alten Eisen – Männer mit Demenz restaurieren einen alten Traktor. In Praxis Ergotherapie. Heft 01. Dortmund.

„Der hat mir wieder an den Busen gegriffen …“

Intimität und Grenzverletzungen gegenüber Pflegenden

So wichtig es ist, pflegebedürftige alte Menschen vor Gewalt jeder Art zu schützen, so wenig dürfen gewalttätige Grenzverletzungen gegenüber Pflegenden tabuisiert werden. Sexuelle und andere gewalttätige Übergriffe alter Menschen sind im Pflegealltag kein Randproblem. Das bestätigen mehrere Befragungen und Studien.

 

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Frausein ist mehr als Sexualität (und Mannsein auch)

Geschlechtliche Identität und ihre Herausforderungen in der Altenhilfe

Es gibt keine Altersgrenze für Sexualität. Sexualität ist für ältere Menschen ein Thema und oft ein Bedürfnis. Nicht für alle, aber für viele. Für alle ältere Menschen gilt, dass sie nicht ab einem höheren Alter geschlechtsneutral werden. Sie sind und bleiben Frauen und Männer, Menschen mit geschlechtlicher Identität. Geschlechtlichkeit ist mehr als Sexualität, sie ist ein Teil der Identität eines Menschen.

Diese so selbstverständlich klingen und vielleicht sogar banal anmutenden Aussagen haben, wenn sie ernst genommen werden, Konsequenzen für den Umgang mit alten und an Demenz erkrankten Menschen. Wir betrachten zunächst schwerpunktmäßig die Identität alter Frauen.

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Demenz-Code

Der Demenz-Code ist eine Hilfe, um verständlich zu beschreiben, was sich hinter dem oft verschlüsselten Ausdruck von Menschen mit Demenz verbergen kann. Als Sonderdruck wurde er mit Unterstützung der Stiftung Würde, des Semnos-Verlages und des Beltz-Verlages gedruckt und umsonst verteilt. Er kann kostenlos ab 50 Exemplaren bestellt werden. Schreiben Sie hierfür einfach eine E-Mail mit Ihrer Adresse und der Menge an Demenz-Code@zukunftswerkstatt-tk.de.

Den Demenz-Code können Sie sich auch hier als PDF herunterladen: Demenz-Code PDF