Das Manifest der Würde

Nein zur bloßen Definition über die Erkrankung

  • Ja zur Würdigung als Person und Persönlichkeit

Nein zum bloßen Blick auf Schwächen und Mängel

  • Ja zum Blick auf Ressourcen und Fähigkeiten

Nein zur Bevormundung

  • Ja zu Zeit und Achtsamkeit für die besonderen Wege, den eigenen Willen zu bekunden, Ja zu möglichst großen Wahl- und Entscheidungsmöglichkeiten

Nein zu pädagogischen Umerziehungsversuchen bei „Störungen“

  • Ja zu einem Verständnis von „Störungen“ als individuellen Versuchen, einem als schlimmer Erlebten zu entfliehen

Nein zu Behandlung

  • Ja zu Begleitung und Begegnung

Nein zu medikamentöser Ruhigstellung

  • Ja zur therapeutischer Hilfe und Alltagsbegleitung

Nein zu Beschämung

  • Ja zum Respekt der Intimsphäre, soweit immer möglich

Nein zur Reduzierung auf Kognitive Kompetenzen

  • Ja zu Sinnlichkeit und kreativem Kontakt

(Ein Text von 2008, immer aktuell)

About Udo Baer

Dr. phil., (Gesundheitswissenschaften), Diplom-Pädagoge, Kreativer Leibtherapeut AKL, Leiter der Semnos-Akademie für Kreative Leibtherapie, Vorsitzender der Stiftung Würde, Er hat gemeinsam mit Dr. Gabriele Frick-Baer die Kreative Leibtherapie und gemeinsam mit Dr. Claus Koch die Beziehungspädagogik entwickelt. Mitleiter des Pädagogischen Instituts Berlin (PIB) und der Plattform www.kinderwürd-udo-baer.de, Autor zahlreicher Fach- und Sachbücher und anderer Veröffentlichungen.

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