Selbstfürsorge, Teil 3: Die Belastungspyramide 2

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In den folgenden Beiträgen zur Selbstfürsorge möchte ich Hinweise geben, wie Sie den anspruchsvollen und anstrengenden Beruf der Begleitung alter Menschen für sich gut gestalten können. Viel mehr und konkrete Arbeitshilfen finden Sie in dem Buch: Udo Baer:  Selbstfürsorge – Wie Helfende das Helfen gut überleben. Semnos-Verlag (Arbeitsblatt zum Download – siehe unten)

Wenn Sie in dem vorherigen Schritt all Ihre Belastungen aufgeschrieben haben, legen Sie dieses Blatt vor sich hin. Wenn nicht, tun Sie dies jetzt. Notieren Sie alle privaten und beruflichen Belastungen, die Ihnen in den Sinn kommen. Nehmen Sie nun die folgende Grafik:

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Selbstfürsorge, Teil 2: Die Belastungspyramide 1

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In den folgenden Beiträgen zur Selbstfürsorge möchte ich Hinweise geben, wie Sie den anspruchsvollen und anstrengenden Beruf der Begleitung alter Menschen für sich gut gestalten können. Viel mehr und konkrete Arbeitshilfen finden Sie in dem Buch: Udo Baer:  Selbstfürsorge – Wie Helfende das Helfen gut überleben. Semnos-Verlag (siehe unten)

Jeder von Ihnen unterliegt mehreren Belastungen. Manchmal stauen sie sich auf zu einem diffusen Überlastungsgefühl, das in einem Burnout oder in anderen Erkrankungen münden kann. Deswegen ist es gut, sich mit diesen Belastungen konkret zu beschäftigen.

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Selbstfürsorge, Teil 1: Wie möchte ich alt werden?

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In den folgenden Beiträgen zur Selbstfürsorge möchte ich Hinweise geben, wie Sie den anspruchsvollen und anstrengenden Beruf der Begleitung alter Menschen für sich gut gestalten können. Viel mehr und konkrete Arbeitshilfen finden Sie in dem Buch: Udo Baer:  Selbstfürsorge – Wie Helfende das Helfen gut überleben. Semnos-Verlag (siehe unten)

Menschen, die in der Altenhilfe tätig sind, ganz gleich ob in der Pflege, in sozialen Diensten oder anderen Tätigkeitsfeldern, haben in ihrem Leben immer eigene Erfahrungen mit alten Menschen gemacht. Manche waren gut, manche waren schlecht. Unsere Erfahrung ist, dass es sinnvoll ist, sich dieser Erfahrungen bewusst zu werden, um auch verborgene Triebkräfte zu erkennen, die in das Berufsfeld führen und die eventuell ein Auspowern begünstigen könnten.

Nehmen sie ein Blatt und notieren Sie:

Welche Erfahrungen mit alten Menschen habe ich?

Wer hat mich beeinflusst?

Welche positiven, welche negativen Vorbilder gibt es?

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Aus aktuellem Anlass: Medikamenten-Forschung: Und wieder eine Hoffnungsblase geplatzt

 

Seit Jahrzehnten wird intensiv daran geforscht, die Entwicklungsprozesse der Alzheimer-Erkrankung zu stoppen oder zu verlangsamen. Die Forschungen bezogen sich insbesondere darauf, die Verplaqungen (Beta-Amyloid-Ablagerungen), die für die Erkrankung verantwortlich gemacht werden, zu bekämpfen.

Nun musste wieder eine große Studie mit dem Medikament Aducanumab, das große Hoffnungen geweckt hatte, abgebrochen werden. Es zeigte keine Wirkung.

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Kein Ziel verfolgen, Gastbeitrag: Interview von Dr. Frank Frick (Wissenschaftsjournalist) mit Christiane Hecker

Christiane Hecker ist Musiktherapeutin und Kreative Leibtherapeutin. Sie arbeitet auf einer Palliativstation und in zwei Hospizen in Hannover.

Was brauchen Sterbenskranke?

Sie benötigen zunächst einmal eine rundum gute pflegerische Betreuung, so dass es etwa nicht zum Wundliegen kommt. Viele Patienten, beispielsweise die Krebskranken, brauchen eine professionelle palliative medizinische Behandlung, zu der unter anderem eine Schmerztherapie auf höchstem Niveau gehört. Außerdem brauchen Sterbenskranke andere Menschen – Angehörige und ehrenamtliche Sterbebegleiter –, die liebevoll, warmherzig und empathisch sind. Wichtig ist, dass diese Menschen das Leiden des Sterbenden aushalten können.

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Angehörigenarbeit Teil 6: Grenzen setzen gegen Entwürdigung

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Wie schon beschrieben wird Angehörigen alter Menschen, die möglicherweise in eine Einrichtung einziehen, viel Aufmerksamkeit während des Entscheidungsprozesses geschenkt. Wenn die alten Menschen dann zu Bewohner/innen geworden sind, erlischt oft das Interesse aus Zeitgründen und aufgrund einer kurzsichtigen Haltung. Denn die Angehörigen sind nicht nur Kunden, die darüber entscheiden, ob ihr Vater oder ihre Partnerin in ein Heim einzieht. Sie bleiben Kunden auch während der Aufenthaltsdauer in der Einrichtung. Und was an Kosten in der Betreuung und Begleitung von Angehörigen gespart wird, muss an anderer Stelle aufgewendet werden.

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Angehörigenarbeit Teil 5: Die Triangel

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Wenn zwei Menschen sich unmittelbar auseinandersetzen, kann dies zu Konflikten oder zu Stillstand führen. Wie bei vielen Konflikten zwischen Angehörigen und Pflegenden wiederholen sich Vorwürfe, wiederholen sich Verletzungen, wiederholen sich sogar ganze Sätze und Worte. Wenn beide Seiten sich aber einem Dritten zuwenden und gemeinsam etwas tun, entsteht ein Dreieck, entsteht eine Triangel und beide Seiten können durch das gemeinsame Handeln anders als zuvor miteinander kommunizieren. Dieser Ansatz kann in der Begleitung mancher Angehöriger erfolgreich eingesetzt werden.

Ein Beispiel:

In einer Einrichtung wird eine Ausstellung vorbereitet mit dem Titel „Frauen dreier Generationen“. Es werden Fotos ausgesucht, die gerahmt und gezeigt werden sollen. Angestrebt ist, jeweils ein Foto einer Bewohnerin und ein Foto von deren Tochter und, wenn möglich, ein Foto von einer Enkelin zu finden und nebeneinander zu zeigen. Die Ausstellung wird schließlich ein großer Erfolg und man sieht in der Reihe der Fotos Ähnlichkeiten, Zusammenhänge, Unterschiede. Die Ausstellung stößt auf großes Interesse – in den Medien, bei den Bewohnern und Bewohnerinnen und auch bei den Angehörigen.

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Angehörigenarbeit Teil 4: Der Anfang

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In vielen Einrichtungen der stationären Altenhilfe sind die Angehörigen wichtig, denn sie sind Kunden und entscheiden darüber, ob alte Menschen als Gäste in ein Heim kommen. Da gibt es besondere Termine, Gespräche mit Heim- oder Pflegedienstleitung, Hausführungen und andere Bemühungen. Da fällt die Entscheidung über die Heimunterbringung, die neue Bewohnerin oder neue Bewohner erhält einen freundlichen Empfang – und dann pausiert meistens die Beschäftigung mit den Angehörigen. Sie erhalten vielleicht noch einen Fragebogen zur Biografie der Bewohnerin, des Bewohners, der die pflege erleichtern soll. Doch das ist es. Die Beziehungsqualitäten zwischen den neuen Bewohner/innen und den Partner/innen oder Kindern bleiben außen vor. Doch sie zeigen sich, sie machen sich in Störungen und Dramen bemerkbar, wie die obigen Beispiele und viele andere zeigen.

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Angehörigenarbeit Teil 3: Schuld, Liebe , Hass…..was tun?

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Wie ist damit umzugehen? SMEI verfolgt den Ansatz, zu würdigen, was ist. Alles ist zu würdigen – auch die Gefühle, auch die Gefühle im Subtext, die verborgen und unausgesprochen bleiben. Deswegen ist zunächst einmal wichtig zu verstehen, dass es hier um emotionale Beziehungsqualitäten geht, um Gefühle, die sich in diesen Beziehungen „austoben“. Und auf Gefühle muss emotional reagiert werden. Gefühle brauchen andere Gefühle, zumindest auch.

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Angehörigenarbeit Teil 2: Schuld, Liebe, Hass….-erkennen

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Beginnen wir mit dem ersten Beispiel. In vielen Eltern-Kind- und manchmal auch Partnerschaftsbeziehungen existieren ungelöste, unausgesprochene und unbewältigte Konflikte. Wenn eine Tochter sexuelle Gewalt erfahren hat und der Vater nun im Altenheim ist, sind keine innigen Beziehungen zu erwarten. Wenn jemand in seiner Kindheit oft geschlagen wurde oder auch später missachtet oder verachtet wurde, wie soll da Würdigung und Liebe im Alter entstehen?

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